Die Leipziger Gastroszene soll lebendig bleiben.

„Ohne tägliche Einnahmen wird die Leipziger Gastroszene in ihrer bisherigen Form sterben. Schuldlos.“, schreiben Leipziger Wirte in einem offenen Brief an ihren Oberbürgermeister.

Es fehlen klare, schriftliche Anordnungen, es fehlt an Entscheidungen, an Informationen und an Hilfe. Die Leipziger Gastroszene steht nicht nur Kopf, sondern auch am Rande ihrer Existenz. Mieten und Raten müssen bezahlt werden, das Personal wird in Kurzarbeit geschickt. Ohne das Trinkgeld sind sechzig Prozent des Lohnes zur Lebenserhaltung kaum tragbar. Studentische Aushilfskräfte bekommen gar nichts. Genauso Pauschalkräfte. Das ist nur die Spitze des Eisberges. Und wer keine Rücklagen hat, wird in kürzester Zeit untergehen. Kein schönes Szenario.

Ich erinnere mich an einen Artikel, den ich im Juni 2016 geschrieben und veröffentlicht hatte. Eine kleine Hommage an mein liebstes Café, meine liebste Bar und Musikkeller im Herzen von Leipzigs City: das Spizz.

„…doch gemütlich ist das SPIZZ allemal. Mit all seinen Geschichten und Erinnerungen, die noch heute jeden Tag neu geschrieben werden. Einige Handlungsstränge meines Lebens sind hier entwachsen und ich denke gern zurück an all’ die Abenteuer, bei denen mich dieser Ort begleitet hat.“ Den ganzen Beitrag gibt es hier.

Ich möchte mich auf den Tag freuen, an dem ich wieder am Rande des sonnenbeschienen Marktplatzes bei einem Café Melange und mit Freunden, den Moment genießen kann. Ich möchte überbackenen Blumenkohl essen und nachts, das bunte Treiben im angrenzendem Barfussgäßchen beobachten. Ich möchte mindestens einmal noch im Spizzkeller die Nacht durchtanzen und im Central Kabarett laut lachend unter den Stuhl rutschen. 

Was ich nicht möchte ist, vor verschlossenen Türen zu stehen, Hoffnung aufgeben und dem Schicksal klein beigeben zu müssen.

Was also können wir tun? Wer hat rechtlichen Backround oder genug Wissen, um eine Spendeninitiative zugunsten der Leipziger Gastroszene fachgerecht zu gestalten? Welche Möglichkeiten gibt es noch? Viele Köpfe, viele Lösungen.

Ich weiß, dass gerade jeder einzelne da draußen zu kämpfen hat, dass Kurzarbeit fast alle betrifft und die meisten Unternehmer vor dem Nichts stehen. Vielleicht sollten wir deshalb noch enger zusammenstehen! Und wenn es keine Spende ist, dann vielleicht eine zündende Idee?

Was meint ihr?

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