Wenn der Tag auf falschem Fuß erwacht. #Mimimi

Ein Kurzbeitrag von Mandy Kämpf Wer kennt diese Tage, die dir schon morgens zu flüstern, dass sie keine guten werden? Heute ist so einer. Mein Kind will nicht aufstehen. Mein Mann irgendwie auch nicht. Und ich stehe halbfertig da, schwankend zwischen Verzweiflung und Wut. Wie immer drückt die Zeit. Aber scheinbar nur bei mir. Irgendwann„Wenn der Tag auf falschem Fuß erwacht. #Mimimi“ weiterlesen

JETZT: will ich leben!

Ich will nicht perfekt sein. Ich will leben.

Bist du noch da? Liest du noch mit? Überlegst du gerade, ob ich es tatsächlich geschafft habe, aus dem Hamsterrad auszusteigen? Ich will ehrlich sein. Mir bleibt noch ganz oft die Luft weg, vor lauter Strampelei. Vor lauter Dies und Das und Jenes. Doch fast genauso oft, hole ich ganz tief Luft und versuche, mich zurückzuholen. Ins Hier. In das Jetzt. Ich muss nicht alles schaffen. Ich muss nicht jeden Punkt auf meiner To-Do-Liste abhaken. Ich bin ein Mensch. Ich bin nicht perfekt. Denn schlussendlich ist es das, was uns Lebenszeit und Ruhe nimmt. Das Streben nach dem Perfekt sein. Dem immer besser sein. Stop!

Ich halte an. Ich setze mich in Gedanken wieder auf die Wiese zu meiner Tochter und beobachte staunend, was alles zwischen Gänseblümchen und Grashalmen krabbelt. Ich finde neue Geschichten und erzähle diese.

Du bist mit Abstand am schönsten.

Was ich damit meine? Nun, manchmal tut uns ein bisschen Abstand einfach gut. Ob, um ein Problem differenzierter zu betrachten, dass eigene Handeln zu hinterfragen oder auch zum Schutz. Mit letzterem tun sich viele gerade schwer. Der Abstand zu anderen gelingt uns immer schlechter. Wir wollen berühren, anfassen, spüren. Wir sehnen uns nach Nähe und den Kontakt zu den Menschen, die uns nahestehen. Oder uns näherkommen könnten.

Der Aluhut steht uns nicht gut.

Es ist die Bäckersfrau, die selbst durch einen Mund-Nasen-Schutz noch lächelt und der Friseur um die Ecke, der mit seinen Wunderhänden und dem neuen Haarschnitt kurz den momentanen Alltag vergessen lässt. Es ist die Postfrau, die noch immer den Hund mit Leckerli locken möchte, obwohl er sie seit Jahren klischeebehaftet anbellt. Es ist die Oma ganz unten im Erdgeschoss, die nicht müde wird uns jeden Morgen einen schönen Tag zu wünschen. Mit weit geöffneten Fensterläden und einem herzlichen Lachen. Ich bin dafür die Herzen weiter zu öffnen, denn diese Welt wird nicht durch Häme, Spott oder Gewalt eine bessere, sondern durch Liebe und Herzlichkeit. Durch Verständnis und Solidarität