Kinderherzen müssen zusammen klopfen

Natürlich spielen wir mit ihr. Natürlich beschäftigen wir sie. Wir sind albern und denken gern in bunten Farben. Wir sind Pferd, Kuschelbär und Fangmichdoch. Wir sitzen mit ihr im Sandkasten, der ebenso wie eine Rutsche, ein Häuschen und eine Kinderhollywoodschaukel, im Hinterhof stehen. Wir backen Sandkuchen und essen braunes Himbeereis, malen Regenbögen mit Kreide und spielen hinter der Gardine Verstecken. Wir lesen Bücher und haben das Stickern gelernt. Doch wir sind eben die Eltern. Das ist unheimlich viel. Das ist der Fels in der Brandung. Der sichere Hafen. Aber wir wissen eben nicht mehr, weshalb eine zweigeteilte Banane einem Weltuntergang gleichkommt. Warum heute die Tomatennudeln das leckerste Essen der Welt sind und morgen nicht mehr. Wir sind zu rational. Was passiert mit unseren Kindern?

Wie lange müssen sie noch isoliert bleiben?

Fake nicht dein Leben!

Wir verstehen, dass diese Zeit anstrengend und voller Zweifel ist. Geht uns auch so. Auch wir wollen, dass diese Pandemie so schnell wie möglich vorüber geht und wir uns wieder unserem „normalen“ Leben widmen dürfen. Manchmal ist es einfacher, jemanden die Schuld geben zu können. Weil unsere Wut auf das Jetzt, auf diese Situation abgeleitet werden kann. Nur macht nicht die Falschen verantwortlich. Wir wissen nicht was morgen ist. Allein das heute begleitet uns. Und heute wäre es schön, wenn dieses gelebt werden würde. Gemeinsam. Wenn wir alle über unseren Tellerrand schauen. Auf den Nachbarn. Auf die Menschen in der nächsten Stadt, im nächsten Land und Kontinent. Wir sitzen alle im selben Boot. Bleibt gesund. Schützt euch und alle anderen.